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EmpCo ist die EU-Richtlinie gegen unbelegte Umweltwerbung. Sie gibt vor, dass jede Umweltaussage auf Deinem Druckprodukt einen Nachweis braucht. Wir liefern ihn Dir mit der Produktion.
Die Regeln kommen von der EU und gelten über das deutsche UWG
Unsere Druckprodukte erfüllen sie – zertifiziert mit dem Blauen Engel
Der Geschäftsbericht ist beschlossen, der Katalog in der Freigabe, die Imagebroschüre läuft noch zwei Jahre. Genau hier liegt die Aufgabe: Anders als eine Website lässt sich Print nicht nachträglich einfach korrigieren. Was in Umlauf ist, bleibt in Umlauf. Vier Punkte entscheiden darüber, ob Dein Druckprodukt nach dem 27. September 2026 so bleiben kann, wie es war.
„Umweltfreundlich", „grün", „nachhaltig": Solche Begriffe bleiben zulässig, wenn der Beleg direkt mitkommt. Unsere Blauer-Engel-Zertifizierung liefert ihn — für das Erzeugnis, nicht für ein ganzes Unternehmen.
Selbst gestaltete Blattsymbole und Eigensiegel fallen weg. Zulässig bleiben Labels aus einem anerkannten Zertifizierungssystem oder von staatlicher Stelle. Der Blaue Engel ist ein staatliches Umweltzeichen und erfüllt beides.
Die Aussage „klimaneutral" trägt künftig nicht mehr, wenn sie auf Kompensation beruht. Wir nennen Dir stattdessen die reale Reduktion: 100 % Ökostrom, eigene Photovoltaik, Abwärmenutzung, zertifiziertes Recyclingpapier.
Eine Angabe muss einen benannten, überprüfbaren Aspekt betreffen – Papier, Farben, Druckprozess, Recyclingfähigkeit. Ausgezeichnet wird Dein Druckerzeugnis, nicht Deine Marke. Genau das ist Dein stärkstes Argument.
Klare Zuständigkeit
6 Punkte
Diese Aufgaben übernehmen wir für Dich:
Wir produzieren Deine Druckerzeugnisse zertifiziert – im Offset- und im Digitaldruck
Wir prüfen Papier, Farben und Veredelung, bevor die Maschine läuft
Verhindert eine Veredelung die Zertifizierung, schlagen wir Dir eine Alternative vor
Du bekommst dokumentierte Nachweise zu Papier, Herstellung und Zertifizierung
Wir sehen uns Deine bestehenden Drucksachen und Siegel an und sagen, was zu tun ist
Wir sagen Dir bei jedem Produkt, welches Umweltargument dort wirklich trägt
3 Punkte
Diese Entscheidungen bleiben bewusst bei Dir:
Wie Du kommunizierst, entscheidest Du – wir liefern das Erzeugnis, das Deine Aussage trägt
Den Blauen Engel vergibt eine unabhängige Stelle, nicht wir – das macht ihn belastbar
Die juristische Freigabe Deiner Werbeaussage bleibt bei Dir und Deiner Rechtsberatung
Ein Umweltzeichen, das eine unabhängige Stelle vergibt, ist mehr wert als eines, das man sich selbst verleiht. Deshalb kümmern wir uns um die korrekte Ausführung.












Diese Fragen stellen uns Unternehmen, Behörden, Verbände und Tourismusorganisationen derzeit am häufigsten. Wir beantworten sie so, wie wir sie auch am Telefon beantworten würden: konkret, ohne Paragraphendeutsch und ohne erhobenen Zeigefinger. Wer über Nachhaltigkeit in gedruckter Form kommuniziert, braucht keine Rechtsvorlesung, sondern eine Antwort auf die Frage, was jetzt zu tun ist.
Was regelt die EmpCo-Richtlinie?
Die EmpCo-Richtlinie ist eine europäische Vorgabe gegen Greenwashing. Ihr vollständiger Name lautet „Empowering Consumers for the Green Transition", und dieser Name beschreibt das Ziel ziemlich genau: Verbraucher sollen belegte Angaben von bloßen Werbeversprechen unterscheiden können. Die EU-Kommission hatte zuvor festgestellt, dass ein Großteil der Umweltwerbung in der europäischen Wirtschaft vage, irreführend oder unbelegt war.
In Deutschland kommt die EU-Richtlinie über eine Änderung des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb ins nationale Recht. Sie schränkt pauschale und nicht belegbare Umweltaussagen deutlich stärker ein als bisher und regelt, unter welchen Voraussetzungen Nachhaltigkeitssiegel künftig verwendet werden dürfen. Neu ist weniger das Prinzip, denn irreführende Werbung war auch vorher unzulässig. Neu ist die Schärfe der Regelungen: Bestimmte Aussagen sind ausdrücklich verboten, ohne dass es auf den Einzelfall ankommt.
Der Name „Empowering Consumers" beschreibt dabei auch, wer profitiert. Nicht nur Verbraucher gewinnen Orientierung, sondern ebenso Organisationen, die ihre Nachhaltigkeit belegen können. Sie unterscheiden sich künftig sichtbar von jenen, die nur behaupten. Unabhängige Zertifizierungen sind dafür das entscheidende Mittel.
Ein Wechsel im Druckalltag
Bisher konnte man werben und im Zweifel begründen. Künftig gehört der Nachweis dank der Richtlinie von vornherein dazu. Deshalb ist jetzt der richtige Zeitpunkt, vorhandene Drucksachen, Umweltbotschaften und eingesetzte Siegel einmal in Ruhe zu prüfen. Nicht weil Eile geboten wäre, sondern weil sich der Aufwand gut verteilen lässt, solange noch Zeit ist.
Unser Anspruch geht dabei über die reine Produktion hinaus. Wir entwickeln mit Dir eine Kommunikation, die nicht nur gut klingt, sondern auch nachvollziehbar belegt werden kann. Glaubwürdigkeit entsteht nämlich nicht aus einer einzelnen Formulierung. Sie entsteht dann, wenn Gestaltung, Material, Produktion und Aussage konsequent zusammengehören: wenn also das Papier hält, was der Text verspricht, und der Text nur sagt, was das Papier trägt. Für Deine Druckprodukte übernehmen wir genau diesen Teil, damit Du Dich um die Botschaft kümmern kannst.
Ab wann gelten die EmpCo-Vorgaben?
Die neuen Vorgaben gelten in Deutschland ab dem 27. September 2026. Es gibt keine gestaffelte Einführung, keine Schonfrist für kleinere Unternehmen und keine freiwillige Vorlaufphase. Ab diesem Stichtag sind unzulässige Umweltaussagen abmahnfähig.
Entscheidend ist ein Punkt, den viele übersehen: Maßgeblich ist nicht, wann ein Druckerzeugnis produziert wurde, sondern wann es in Umlauf gebracht wird. Angenommen, Dein Mailing ist im Juli gedruckt und geht im Oktober raus. Dann gilt für dieses Mailing die neue Rechtslage, obwohl die Rechnung längst bezahlt ist. Dasselbe trifft auf Lagerbestände, Messematerial und Beilagen zu, die über Monate hinweg ausgegeben werden.
Der sinnvolle Zeitpunkt zum Handeln ist deshalb nicht der September, sondern jetzt. Wer im Frühjahr eine Auflage plant, die bis ins nächste Jahr reicht, sollte die Formulierungen vorher mit uns durchsprechen. Und wer im Sommer ohnehin nachdruckt, erledigt die Umstellung in derselben Runde mit.
Ruf uns an, dann sehen wir uns gemeinsam an, welche Titel in Deinem Portfolio zeitkritisch sind und welche turnusmäßig neu aufgelegt werden. Daraus ergibt sich meistens von selbst eine sinnvolle Reihenfolge, und aus einem großen Thema werden drei überschaubare Termine.
Für welche Unternehmen ist EmpCo relevant?
Für alle, die gegenüber Verbrauchern mit ökologischen Eigenschaften werben, und das ist ein deutlich größerer Kreis, als der Wortlaut vermuten lässt. Betroffen sind Hersteller und Handel ebenso wie Behörden, Ministerien, Verbände, Parteien, Stiftungen und Tourismusorganisationen. Sobald eine umweltbezogene Angabe öffentlich zugänglich ist, greift das Gesetz. Ob sie in einem Verkaufsprospekt steht oder in einer Imagebroschüre, macht keinen Unterschied.
Besonders viel steht dort auf dem Spiel, wo Glaubwürdigkeit das eigentliche Kapital ist. Ein Verband, der für Umweltthemen eintritt, ein Ministerium, das Förderprogramme bewirbt, eine Tourismusregion, die mit intakter Landschaft wirbt: Hier wiegt eine angreifbare Formulierung schwerer als bei einem beliebigen Konsumprodukt, weil sie die gesamte Botschaft beschädigt.
Eine zweite Gruppe wird oft übersehen: Organisationen, die öffentliche Mittel, Fördergelder oder Mitgliedsbeiträge einsetzen. Wer nicht sein eigenes Geld ausgibt, muss Entscheidungen erklären können, im Rechenschaftsbericht, im Ausschuss, in der Mitgliederversammlung. Eine zertifizierte Produktion liefert dafür eine Begründung, die über „war das günstigste Angebot" hinausgeht. Genau diese Begründung stellen wir Dir schriftlich zur Verfügung.
Welche Begriffe sind künftig verboten?
Verboten sind allgemeine Umweltaussagen ohne Nachweis. Dazu zählen Begriffe wie „umweltfreundlich", „grün", „klimafreundlich", „ökologisch" oder „naturschonend", wenn dahinter keine anerkannte hervorragende Umweltleistung belegt werden kann. Diese Formulierungen sind nicht per se untersagt. Sie brauchen künftig nur eben eine Grundlage, die einer Prüfung standhält.
Ausdrücklich unzulässig werden außerdem drei Fallgruppen:
Erstens Aussagen, die den Eindruck erwecken, ein gesamtes Produkt oder Unternehmen sei besonders umweltverträglich, obwohl der Vorteil nur einen Teilaspekt betrifft. Ein Beispiel: Ein Katalog wird als „nachhaltig" beworben, weil der Umschlag aus Recyclingmaterial besteht, während der Innenteil auf Frischfaser läuft.
Zweitens Nachhaltigkeitssiegel ohne anerkanntes Zertifizierungssystem und ohne staatliche Grundlage.
Drittens Aussagen zur Klimaneutralität, die auf Kompensation beruhen.
Ebenfalls unzulässig ist es, gesetzlich vorgeschriebene Eigenschaften als besondere Leistung darzustellen. Was ohnehin Pflicht ist, darf nicht als Vorteil verkauft werden. Du musst diese Fallgruppen nicht auswendig lernen. Schick uns ein Muster Deiner aktuellen Drucksachen, dann markieren wir gemeinsam jeden Begriff, der eine Umwelteigenschaft behauptet, und sortieren ihn ein. Die Liste ist erfahrungsgemäß länger als erwartet, aber in aller Regel schneller abgearbeitet als befürchtet.
Darf ich „klimaneutral" noch auf mein Druckprodukt schreiben?
Nein, wenn die Klimaneutralität auf Kompensation beruht. Also dann, wenn Emissionen entstehen, an anderer Stelle durch Zertifikate ausgeglichen werden und das Produkt anschließend klimaneutral heißt. Diese Aussage ist künftig verboten. Ein Nachweis hilft hier nicht weiter, weil nicht der Beleg fehlt, sondern die Aussage selbst unzulässig ist.
Das trifft die Druckbranche besonders, denn „klimaneutral gedruckt" gehörte jahrelang zum Standard. Für Dich ändert sich trotzdem weniger, als es zunächst klingt. Der Ersatz ist sogar stärker als das Original.
Wir setzen auf Reduktion statt Kompensation. Wir nennen Dir also die reale Reduktion: 100 % Ökostrom, eigene Photovoltaik, Abwärmenutzung, Recyclingpapier. Alles, was tatsächlich im Betrieb reduziert wird, darf beworben werden. Der kompensierte Rest darf nicht zu einer Produktaussage führen.
Für Dein Erzeugnis heißt das: Statt „klimaneutral gedruckt" schreibst Du, was geprüft ist. Zum Beispiel „gedruckt nach den Kriterien des Blauen Engel DE-UZ 195" oder „auf Recyclingpapier mit dem Blauen Engel". Welche Formulierung zu Deinem Auftrag passt, sagen wir Dir bei der Abstimmung. Du bekommst sie schriftlich, damit Deine Agentur direkt damit arbeiten kann.
Reduktion und Kompensation, der Unterschied in der Praxis
Diese Frage stellen uns Kunden am häufigsten, und meistens klingt sie so: Wir haben doch jahrelang für Klimaschutz bezahlt, warum darf das plötzlich nicht mehr auf die Broschüre? Der Unterschied liegt darin, wo die Wirkung entsteht. Reduktion heißt, dass in der Produktion in den einzelnen Prozessen weniger Emissionen anfallen. Der Strom kommt aus der eigenen Photovoltaikanlage, Abwärme wird genutzt statt abgegeben, das Papier ist Recyclingpapier statt Frischfaser, der Großformatdruck läuft lösemittelfrei. Diese Effekte lassen sich einem konkreten Auftrag zuordnen und deshalb auch bewerben.
Kompensation heißt, dass die Emissionen entstehen und an anderer Stelle ausgeglichen werden, meist über Zertifikate. Das ist nicht verboten und bleibt sinnvoll. Nur darf daraus keine Eigenschaft des Produkts mehr werden. Ein Katalog wird durch einen Ausgleich nicht klimaneutral, er bleibt ein Katalog, für dessen Herstellung Energie eingesetzt wurde.
Wie sich das auf Deine Kommunikation auswirkt
Für Deine Texte bedeutet das eine einfache Trennung. Über Reduktion darfst Du in Bezug auf Dein Erzeugnis sprechen. Über Kompensation darfst Du weiterhin berichten, aber als eigene Maßnahme Deines Hauses und nicht als Merkmal der Drucksache. Beides in einem Satz zu verbinden, ist der Fehler, der künftig teuer wird.
Ein Beispiel: Dein Geschäftsbericht erscheint in 3.000 Exemplaren. Zulässig ist der Hinweis, dass er auf Recyclingpapier mit dem Blauen Engel und in einem nach DE-UZ 195 zertifizierten Verfahren gedruckt wurde. Nicht zulässig ist der Zusatz, er sei damit klimaneutral entstanden. Der erste Satz beschreibt geprüfte Fakten, der zweite zieht eine Bilanz, die sich so nicht ziehen lässt.
Praktisch läuft das so: Wir sagen Dir zu jedem Auftrag, welche Reduktionen tatsächlich greifen, und formulieren daraus einen Satz, der belegt ist. Was Du darüber hinaus zu Deinem eigenen Klimaengagement sagen möchtest, ordnen wir gemeinsam ein, damit es nicht versehentlich zu einer Produktaussage wird. So bleibt Dein Engagement sichtbar, ohne dass es Dir jemand ankreiden kann.
Welche Siegel und Labels bleiben zulässig?
Zulässig bleiben Siegel, die auf einem anerkannten Zertifizierungssystem beruhen oder von einer staatlichen Stelle festgesetzt wurden. Alles andere fällt künftig weg: selbst entworfene Blattsymbole, Eigenlabels, Auszeichnungen aus dem eigenen Marketing.
Der Blaue Engel erfüllt beide Bedingungen gleichzeitig. Er ist das Umweltzeichen der Bundesregierung, existiert seit 1978 und wird von der RAL gGmbH vergeben, also von einer Stelle außerhalb der Unternehmen, die ihn nutzen. Für Druckerzeugnisse gilt die DE-UZ 195 mit strengen Anforderungen an Recyclingpapier, an eine emissionsarme Produktion und an die Recyclingfähigkeit des Endprodukts.
Ein Detail macht den Unterschied: Die DE-UZ 195 zertifiziert nicht nur das verwendete Papier, sondern das gesamte Produkt und seinen Herstellungsprozess, also auch Farben, Klebstoffe, Energieeinsatz und Lösemittelemissionen. Deshalb trägt sie eine Aussage über das fertige Druckerzeugnis und nicht nur über einen Rohstoff.
Falls Du nicht sicher bist, welche Labels in Deinen Unterlagen stecken: Bring sie mit, gern auch als Sammlung alter Impressumszeilen. Wir sortieren gemeinsam, was bleiben kann, was ersetzt wird und wo wir Dir mit der Zertifizierung eine tragfähige Alternative anbieten.
Gibt es eine EmpCo-Zertifizierung für Druckereien?
EmpCo ist ein Gesetz, kein Siegel. Ein eigenes EmpCo-Prüfsiegel ist darin nicht vorgesehen, weder für Druckereien noch für andere Branchen. Die Richtlinie schafft keine neue Prüfstelle, sie verschärft die Anforderungen an Aussagen. Als EmpCo-Druckdienstleister bezeichnen wir deshalb eine Rolle und keine Auszeichnung.
Gemeint ist: Wir produzieren Deine Drucksachen so, dass die Aussagen darauf den neuen Anforderungen standhalten, und wir sagen Dir vorher, welche das sind. Diese Leistung erbringen wir nicht auf Basis eines EmpCo-Zertifikats, sondern auf Basis unserer Blauer-Engel-Zertifizierung nach DE-UZ 195. Sie ist es, die Deine Aussagen belegt.
Wir sind mit dem Blauen Engel für Druckerzeugnisse zertifiziert und können entsprechende Produkte sowohl im Offset- als auch im Digitaldruck herstellen. Diese Kombination ist selten. Viele Häuser decken nur eines der beiden Verfahren zertifiziert ab, sodass Kleinauflagen oder personalisierte Produkte aus der Zertifizierung herausfallen. Bei uns bleibt Dein Portfolio zusammen.
Entscheidend ist am Ende immer dasselbe: ob sich die Angaben auf Deinem Druckerzeugnis belegen lassen. Dafür brauchst Du einen Druckpartner, dessen Produktion nach anerkannten ökologischen Standards zertifiziert ist. Damit bieten wir Dir schon heute eine geprüfte Grundlage, um Umweltverantwortung in Deiner Printkommunikation nachvollziehbar und glaubwürdig sichtbar zu machen.
Woran erkenne ich eine Druckerei, die EmpCo-konform produziert?
An überprüfbaren Zertifikaten. Vier Fragen genügen, und wir beantworten sie hier gleich für uns mit:
Liegt eine Zertifizierung nach DE-UZ 195 vor und lässt sie sich einsehen? Bei uns ja, wir legen sie Dir auf Anfrage vor.
Gilt sie für beide Druckverfahren oder nur für eines? Bei uns für den Offsetdruck und für den Digitaldruck.
Werden Papier, Farben und Klebstoffe vor dem Auftrag gegen die Kriterien geprüft? Im Umweltdruckhaus bei jedem Auftrag, bevor die Maschine läuft.
Bekommst Du dokumentierte Nachweise zu Deinem konkreten Auftrag? Die liefern wir mit, ohne dass Du danach fragen musst.
Hilfreich ist außerdem ein Blick darauf, wie ein Anbieter selbst formuliert. Beziehen sich seine Aussagen auf konkrete Produkte und Verfahren, oder bleiben sie beim Unternehmen als Ganzem? Wer seine eigene Kommunikation gerade auf die neuen Anforderungen umstellt und dabei präzise wird, arbeitet genau so, wie er es auch für Dich tun sollte.
Und eine fünfte Frage, die viel verrät: Was leistet ein Anbieter ausdrücklich nicht? Bei uns steht die Antwort weiter oben auf dieser Seite. Wir vergeben das Umweltzeichen nicht selbst, und die juristische Freigabe Deiner Werbeaussage bleibt bei Dir. Alles andere übernehmen wir gern.
Wie unterstützt mich das Umweltdruckhaus bei EmpCo?
In drei Schritten, die aufeinander aufbauen:
Erstens sehen wir uns an, was Du heute für Druckprodukte hast. Wir analysieren Deine bestehenden Druckerzeugnisse, die verwendeten Botschaften und die eingesetzten Siegel und zeigen Dir, wo Anpassungsbedarf besteht. Das ist oft schon der Moment, in dem klar wird, wie überschaubar der Aufwand tatsächlich ist.
Zweitens stimmen wir die Produktion ab. Gemeinsam betrachten wir Druckprodukt, Auflage, Format, Material, Druckverfahren und die gewünschte Umweltkommunikation. Ziel ist eine Lösung, bei der Produktgestaltung, zertifizierte Herstellung und Aussage zusammenpassen, vom Flyer über Broschüren und Magazine bis zum Geschäftsbericht.
Drittens produzieren wir und dokumentieren, was wir tun. Du bekommst belastbare Angaben zu Papier, Verfahren und Zertifizierung, die Du in Deiner Kommunikation, in Nachhaltigkeitsberichten und gegenüber Prüfstellen verwenden kannst.
Was wir bewusst nicht übernehmen, ist die juristische Bewertung Deiner fertigen Werbeaussage. Die Zertifizierung ersetzt keine sorgfältige Prüfung der jeweils verwendeten Formulierung. Sie schafft die Basis, den letzten Schritt gehst Du mit Deiner Rechtsberatung.
Wie überprüfe ich meine bestehenden Claims am schnellsten?
Am schnellsten geht es, wenn Du uns die Arbeit überlässt. Bring uns Deine aktuellen Titel oder eine Liste davon, dann gehen wir sie zusammen durch. Der Aufwand ist meist kleiner als erwartet, weil die meisten Organisationen deutlich weniger Claims verwenden, als sie vermuten. Dieselben fünf bis zehn Formulierungen tauchen nur immer wieder auf.
Wir sortieren jeden Claim in eine von drei Gruppen. Grün steht für konkrete, spezifische Angaben mit Nachweis, die unverändert bleiben können. Gelb steht für allgemeine Formulierungen, die eine präzisere Variante brauchen. Rot steht für Aussagen, die künftig unzulässig sind, allen voran Klimaneutralität auf Kompensationsbasis und Eigensiegel ohne anerkanntes System.
Zu jedem gelben und roten Claim schlagen wir Dir eine Alternative vor, die unsere Produktion tatsächlich abdeckt. Du bekommst das Ergebnis als Übersicht zurück, die gleichzeitig Deine Dokumentation ist. Wenn später jemand nachfragt, liegt die Prüfung schriftlich vor.
Angenommen, Du gibst jährlich ein Gastgeberverzeichnis heraus, dazu drei Themenflyer und eine Imagebroschüre. Dann sind das fünf Titel, ein Termin und in der Regel eine überschaubare Liste an Textänderungen. Meist genügt es, drei Adjektive gegen drei konkrete Angaben zu tauschen. Danach steht Deine Nachhaltigkeit für die nächsten Jahre auf einer belastbaren Grundlage, und nationales Recht ist für Dich kein Thema mehr, weil Deine Aussagen die Anforderungen ohnehin erfüllen.
Was bedeutet EmpCo für meine Nachhaltigkeitskommunikation insgesamt?
Kurz gesagt: weniger Adjektive, mehr Substanz. Die EmpCo-Richtlinie verschiebt den Maßstab von der Absicht zum Nachweis. Wer bisher mit Haltung geworben hat, wirbt künftig mit Belegen, und das verändert Tonalität und Aufbau von Texten, nicht nur einzelne Wörter.
Für viele Organisationen ist das ein Gewinn. Eine transparente Darstellung konkreter Maßnahmen wirkt glaubwürdiger als eine Behauptung über das große Ganze, und sie lässt sich in Nachhaltigkeitsberichten, gegenüber Gremien und in Ausschreibungen weiterverwenden. Transparenz zahlt sich in der Nachhaltigkeitskommunikation deshalb doppelt aus: Sie erfüllt die neuen Anforderungen und liefert gleichzeitig das bessere Argument.
Wer sich früh umstellt, hat außerdem einen Vorsprung. Nachhaltigkeitsaussagen werden von Kunden, Mitgliedern und Presse stärker geprüft als noch vor wenigen Jahren, und diese Entwicklung wird sich in Zukunft fortsetzen. Die aktuelle Rechtslage ist nicht der Endpunkt, sondern ein Zwischenschritt.
Für den Produktionsteil sind wir da. Wir sagen Dir zu jedem Absatz, der eine Umwelteigenschaft behauptet, ob unsere Zertifizierung ihn trägt, und liefern die Angaben, die Deine Texterin oder Deine Agentur dafür braucht. Belegt, dokumentiert und auf Dein konkretes Erzeugnis bezogen.
Lohnt sich zertifizierter Druck über die reine Einhaltung der Vorgaben hinaus?
Ja, und das ist unser eigentliches Argument. Die Einhaltung gesetzlicher Anforderungen ist die Pflichtaufgabe. Sie schützt Dich vor Ärger, bringt aber allein noch keinen Vorteil. Interessant wird es dort, wo aus einer verpflichtend gewordenen Sorgfalt ein Kommunikationsmittel wird.
Ein Druckerzeugnis mit dem Blauen Engel trägt ein Zeichen, das viele Menschen seit Jahrzehnten kennen und einordnen können. Es steht auf dem Produkt, nicht in einer Fußnote, und es muss nicht erklärt werden. Damit machst Du Verantwortung sichtbar, ohne ein einziges Adjektiv zu bemühen.
Hinzu kommen Argumente, die nichts mit Marketing zu tun haben. Recyclingpapier spart nach der Ökobilanz des Umweltbundesamtes gegenüber Frischfaserpapier im Durchschnitt 100 Prozent Holz, 78 Prozent Wasser, 68 Prozent Energie und 15 Prozent der CO₂-Emissionen. Druckerzeugnisse mit dem Blauen Engel lassen sich problemlos dem Papierrecycling zuführen und sind im Sinne einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft ein Musterbeispiel, denn das Altpapier steht als Rohstoff für neue Produkte zur Verfügung.
Nachhaltigkeit ist damit keine Behauptung über Dein Unternehmen, sondern eine Eigenschaft eines konkreten Erzeugnisses. Genau das ist die Form, die künftig zählt.
Spielt es für die Zertifizierung eine Rolle, ob ich im Offset- oder Digitaldruck produziere?
Für die Anforderungen nicht, für die Auswahl des Druckpartners sehr.
Die DE-UZ 195 stellt an beide Verfahren dieselben Bedingungen: zertifiziertes Recyclingpapier, zugelassene Farben und Klebstoffe, ein emissionsarmer Herstellungsprozess und die Recyclingfähigkeit des fertigen Erzeugnisses. Ein Flyer aus dem Digitaldruck erfüllt dieselben Kriterien wie eine Broschüre aus dem Offsetdruck.
Der Unterschied liegt in der Praxis. Viele Unternehmen haben nur eines der beiden Verfahren zertifiziert, meist den Offsetdruck. Dann fallen Kleinauflagen, personalisierte Mailings und Nachdrucke auf Abruf aus der Zertifizierung heraus, also genau die Produkte, die in der internen Kommunikation und im Direktmarketing den größten Anteil ausmachen.
Wir sind in beiden Verfahren zertifiziert. Für Dich heißt das: Du kannst die Auflage nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten wählen, ohne Deine Umweltkommunikation daran anzupassen. Ein Katalog in 20.000 Exemplaren und dreißig personalisierte Einladungen für den Vorstand können dieselbe Aussage tragen.
Welches Verfahren für Dein Vorhaben günstiger ist, klären wir im Gespräch, anhand von Auflage, Format, Papier und Terminplan. Wenn beides denkbar ist, rechnen wir Dir beide Varianten.
Inwiefern hilft der Blaue Engel bei den neuen Vorgaben?
An zwei Stellen. Zum einen bleibt das Zeichen selbst zulässig, weil es auf einem anerkannten Zertifizierungssystem beruht und vom Bund als staatliche Stelle getragen wird. Es fällt also nicht unter das Verbot nicht anerkannter Nachhaltigkeitssiegel. Zum anderen liefert es die geprüfte Grundlage, auf der sich konkrete Angaben zum tatsächlich produzierten Erzeugnis aufbauen lassen.
Der Blaue Engel für Druckerzeugnisse nach DE-UZ 195 stellt strenge Anforderungen. Es kommen ausschließlich Recyclingpapiere und Kartons zum Einsatz, die selbst mit dem Blauen Engel zertifiziert sind. Mineralölhaltige Druckfarben, aminabspaltende Azofarbstoffe, als gefährlich eingestufte Stoffe und Schwermetalle sind ausgeschlossen. Der Herstellungsprozess zielt darauf ab, Energieverbrauch, Papierabfall und Lösemittelemissionen deutlich zu verringern. Und das fertige Erzeugnis muss dem Papierrecycling problemlos zugeführt werden können.
Wichtig bleibt die ehrliche Einordnung, und wir sagen sie lieber einmal zu oft: Die Zertifizierung ersetzt keine sorgfältige Prüfung der jeweils verwendeten Werbeaussage. Sie schafft eine belastbare und nachvollziehbare Basis, auf der eine konkrete Kommunikation zum tatsächlich produzierten Druckerzeugnis aufgebaut werden kann. Das ist der Unterschied zwischen einem Argument, das hält, und einem, das nur gut klingt.
Gilt EmpCo nur für Umweltaussagen?
Nein. Der Schwerpunkt der öffentlichen Debatte liegt auf Greenwashing, die Richtlinie reicht aber weiter. Sie erfasst auch Angaben zur Haltbarkeit und zur Reparierbarkeit von Produkten sowie bestimmte Informationspflichten gegenüber Verbrauchern.
Für Hersteller heißt das: Wer eine besondere Langlebigkeit behauptet, muss sie belegen können. Wer mit guter Reparierbarkeit wirbt, ebenfalls. Und es ist künftig unzulässig, Verbraucher durch missverständliche Angaben dazu zu bewegen, ein Produkt früher zu ersetzen, als es nötig wäre.
Für Druckprodukte klingt dieser Teil zunächst fern, denn kaum jemand bewirbt die Reparierbarkeit eines Katalogs. Er wird aber sofort wichtig, sobald Du für Produkte wirbst, die genau solche Eigenschaften haben. Angenommen, Dein Möbelkatalog betont die Langlebigkeit einer Serie, oder Dein Verbandsmagazin bewirbt eine Reparaturinitiative. Dann stehen diese Angaben gedruckt im Raum und unterliegen denselben Anforderungen wie eine Umweltaussage.
Deshalb schauen wir bei der Bestandsprüfung nicht nur auf grüne Begriffe, sondern auf jede Eigenschaftsbehauptung, die ein Leser für bare Münze nehmen könnte. Was davon unsere Produktion belegt, sagen wir Dir sofort. Beim Rest weißt Du zumindest, wo Du selbst einen Nachweis brauchst.
Betrifft EmpCo auch Verpackungen und Versandmaterial?
Ja. Verpackungen sind Kommunikationsflächen wie jede andere auch, und die Vorgaben unterscheiden nicht danach, ob eine Aussage auf einer Broschüre oder auf einem Faltkarton steht. Hinweise wie „umweltfreundliche Verpackung" oder „plastikfrei versendet" brauchen künftig dieselbe Grundlage wie jede andere Umweltaussage.
Zwei Punkte sind dabei besonders zu beachten. Erstens: Was gesetzlich ohnehin vorgeschrieben ist, darf nicht als besondere Leistung dargestellt werden. Zweitens: Eine Aussage über einen Teilaspekt darf nicht so gestaltet sein, dass sie wie eine Aussage über das gesamte Produkt wirkt. Ein recycelter Umkarton macht den Inhalt nicht ökologisch.
In der Praxis ist das ein dankbares Thema, weil sich Verpackungen und Versandmaterialien meist schnell anpassen lassen. Sie werden ohnehin regelmäßig nachbestellt. Wer die Umstellung dort beginnt, sammelt früh Erfahrung mit den neuen Anforderungen, ohne gleich eine große Auflage anzufassen. Wir produzieren diese Materialien nach denselben Kriterien und formulieren die aufgedruckten Hinweise gemeinsam mit Dir. Bei der nächsten Nachbestellung ist die Sache damit erledigt.
Wie belege ich eine Umweltaussage nachvollziehbar?
Dafür sind wir da. Ein tragfähiger Nachweis ist konkret, überprüfbar und stammt möglichst nicht ausschließlich aus dem eigenen Haus, und genau diese drei Eigenschaften bringt unsere Zertifizierung mit.
Konkret heißt das: Die Aussage betrifft einen benannten Aspekt. Nicht „umweltfreundlich produziert", sondern „gedruckt auf Recyclingpapier mit dem Blauen Engel". Überprüfbar heißt: Jemand kann die Angabe nachvollziehen, ohne Dir glauben zu müssen, über ein Zertifikat, eine Prüfnummer oder eine öffentlich zugängliche Vergabegrundlage. Und externe Nachweise wiegen schwerer als interne, weil sie nicht von demjenigen stammen, der einen Vorteil aus der Aussage zieht.
Deshalb musst Du keine eigene Beweiskette aufbauen. Wir liefern Dir zu jedem Auftrag die Angaben, die Deine Aussage tragen: eingesetztes Papier, Druckverfahren, Zertifizierung, Recyclingfähigkeit. Auf Wunsch als Übersicht mit Aussage, Beleg, Fundstelle und Datum, sodass Deine interne Dokumentation ohne Zusatzarbeit vollständig ist.
Angenommen, Dein Jahresbericht soll den Hinweis tragen, dass er ressourcenschonend hergestellt wurde. Dann sagen wir Dir, welche Formulierung unsere Produktion abdeckt, und liefern den Beleg gleich mit. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass Deine Printkommunikation nicht nur gut klingt, sondern auch glaubwürdig ist.
Was passiert mit bereits gedruckten Beständen?
Maßgeblich ist der Zeitpunkt der Verbreitung, nicht der Produktion. Ein Erzeugnis, das vor dem Stichtag gedruckt wurde, aber danach verteilt wird, muss den neuen Anforderungen entsprechen. Das ist der Punkt, an dem viele Organisationen unangenehm überrascht werden, gerade dort, wo größere Lagerbestände üblich sind.
Betroffen sind typischerweise Imagebroschüren mit mehrjähriger Laufzeit, Messematerial, Standardflyer, Beileger und Kataloge, die über eine ganze Saison ausgegeben werden. Bei Verbänden, Ministerien und Tourismusorganisationen liegen solche Bestände oft im fünfstelligen Bereich.
Wirf deshalb nichts vorschnell weg. Erfahrungsgemäß lässt sich ein Bestand in drei Gruppen sortieren. Die größte Gruppe sind Titel ohne jede Umweltaussage, die unverändert weiterlaufen. Dann Titel mit einer einzelnen problematischen Formulierung, bei denen ein Aufkleber, ein Einleger oder der Austausch einzelner Seiten genügt. Und schließlich Titel, deren gesamte Argumentation auf einer nicht mehr zulässigen Aussage aufbaut. Hier ist eine Neuauflage sinnvoller als Flickwerk.
Schick uns Deine Bestandsliste. Wir gehen sie mit Dir durch, schätzen ab, was wirklich neu muss, und rechnen Dir die Varianten. Häufig bleibt am Ende weniger übrig als befürchtet.
Wer haftet, wenn eine Umweltaussage beanstandet wird?
Verantwortlich ist, wer die Aussage veröffentlicht, also Du als Auftraggeber und nicht die Druckerei. Das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb richtet sich an denjenigen, der wirbt. Genau deshalb legen wir so viel Wert darauf, Dir belastbare Angaben zu liefern und nicht nur ein gutes Gefühl.
Verstoße werden in der Regel nicht von Behörden verfolgt, sondern von Mitbewerbern, Verbraucherzentralen und Wettbewerbsvereinen. Das übliche Instrument sind Abmahnungen mit Unterlassungsforderung, im weiteren Verlauf können einstweilige Verfügungen und Vertragsstrafen hinzukommen. Bei gedruckten Materialien ist der Ärger doppelt, denn neben den rechtlichen Folgen steht der Rückruf oder die Vernichtung einer laufenden Auflage im Raum.
Der Reputationsschaden wiegt oft schwerer als die Kosten. Eine Organisation, die für Umweltthemen eintritt und wegen einer Umweltaussage abgemahnt wird, verliert mehr als Geld. Deshalb bringen wir Kommunikation und Produktion früh zusammen statt am Ende. Wir liefern die Fakten und Nachweise zu Deinem Druckerzeugnis, die rechtliche Bewertung der fertigen Werbeaussage triffst Du gemeinsam mit Deiner Rechtsberatung. Beides zusammen ergibt eine Kommunikation, die trägt.
Wie bereite ich meine Organisation intern auf EmpCo vor?
Am einfachsten, indem Du uns ansprichst. Wir unterstützen Dich bei der Überprüfung und Weiterentwicklung Deiner Printkommunikation:
Analyse Deiner Druckprodukte, Botschaften und eingesetzten Siegel
Empfehlungen für Materialien, Druckverfahren und Gestaltung
Zertifizierte Produktion mit dem Blauen Engel im Offset- und Digitaldruck
Nachvollziehbare und belegbare Kommunikation Deiner Umweltleistung
Intern bleibt für Dich damit wenig zu tun. Sinnvoll ist eine Entscheidung darüber, wer Formulierungen freigibt, denn in vielen Häusern liegt diese Zuständigkeit heute implizit bei der Agentur oder in der Redaktion. Künftig sollte sie verbindlich geregelt sein. Und eine Nachweiszeile im Freigabeformular hilft: Wer eine Umweltaussage einbringt, legt den Beleg gleich dazu.
Den Beleg für alles, was aus unserem Haus kommt, liefern wir. Für jedes Erzeugnis, das bei uns entsteht, bekommst Du die Angaben, die Deine interne Dokumentation braucht, ohne dass jemand bei Dir recherchieren muss. Wenn es hilft, kommen wir für zwei Stunden zu Dir und gehen die Regeln mit Marketing, Einkauf und Pressestelle gemeinsam durch.
Aus diesen Bausteinen entsteht ein schlanker Umsetzungsplan, der zu Deinem Haus passt. Er hält fest, welche Titel wann anstehen, welche ökologischen Standards dafür gelten und wer die Freigabe erteilt. Rechtssicher wird Deine Kommunikation am Ende aus zwei Teilen: aus einer Produktion, die nach geprüften Standards läuft, und aus einer juristischen Bewertung Deiner Aussage. Den ersten Teil bringen wir ein, den zweiten Teil klärt Deine Rechtsberatung. Zusammen ergibt das eine Grundlage, die auch bei Nachfragen von außen Bestand hat.
Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, vorhandene Drucksachen, Umweltbotschaften und eingesetzte Siegel zu überprüfen. Unser Anspruch ist es, mit Dir eine Kommunikationsstrategie zu entwickeln, die nicht nur gut klingt, sondern auch nachvollziehbar belegt werden kann.
Gilt EmpCo auch für Behörden und öffentliche Auftraggeber?
Öffentliche Stellen kommunizieren gegenüber Bürgerinnen und Bürgern, und sie messen sich in der Praxis an denselben Anforderungen, nicht zuletzt, weil ihre Veröffentlichungen besonders aufmerksam gelesen werden. Wer als Ministerium oder Behörde Umweltthemen bewirbt, sollte sich an den Vorgaben orientieren, unabhängig von der formalen Einordnung des Einzelfalls.
Für Vergabeverfahren hat der Blaue Engel einen praktischen Doppelvorteil. Er ist das Umweltzeichen der Bundesregierung, steht also nicht im Widerspruch zur eigenen Umweltpolitik. Und er lässt sich als anerkanntes Kriterium direkt in Vergabeunterlagen benennen, statt umständlich über Einzelanforderungen beschrieben zu werden. Das verkürzt Leistungsverzeichnisse und macht Angebote vergleichbar.
Hinzu kommt der Aspekt der Rechenschaft. Wer öffentliche Mittel einsetzt, muss Entscheidungen begründen können. Eine zertifizierte Produktion liefert dafür eine dokumentierte Grundlage, die in Berichten, Anfragen und Ausschusssitzungen Bestand hat.
Wir arbeiten regelmäßig für Auftraggeber aus dem öffentlichen Bereich und kennen die Anforderungen an Dokumentation, Fristen und Nachweisführung. Sprich uns an, bevor die Ausschreibung geschrieben ist. Dann formulieren wir gemeinsam die Passage zur Umweltleistung so, dass sie belastbar ist und Dir später keine Nachfragen einbringt.
Welche Formulierungen kann ich stattdessen verwenden?
Die Faustregel lautet: Beschreiben statt bewerten. Konkrete Angaben sind nicht nur zulässig, sie wirken auch überzeugender als Adjektive.
Statt „umweltfreundlich gedruckt" also „gedruckt auf Recyclingpapier mit dem Blauen Engel". Statt „klimaneutral produziert" besser „hergestellt in einem nach DE-UZ 195 zertifizierten Verfahren" oder, wenn es um betriebliche Maßnahmen geht, „produziert mit Strom aus eigener Photovoltaikanlage". Statt „nachhaltiges Unternehmen" lieber „dieses Erzeugnis trägt den Blauen Engel für Druckerzeugnisse".
Drei Fragen entscheiden über jede Formulierung:
Steht dahinter ein benannter, konkreter Sachverhalt?
Ließe er sich einem Dritten in einem Satz belegen?
Und bezieht sich die Aussage auf das, was sie zu betreffen scheint, also auf das Erzeugnis und nicht auf die gesamte Organisation?
Diese Prüfung musst Du nicht allein machen. Schick uns Deine Textentwürfe zusammen mit dem Produktbriefing, dann sagen wir Dir, welche Angaben unsere Produktion abdeckt und wo eine andere Formulierung besser trägt. In der Regel liefern wir gleich zwei bis drei Varianten, aus denen Du auswählen kannst.
Ist zertifizierte Produktion teurer?
Meistens weniger, als erwartet wird, und in manchen Fällen gar nicht. Der Preis eines Druckerzeugnisses entsteht aus Auflage, Format, Papier, Farbigkeit, Veredelung und Terminlage. Die Zertifizierung ist dabei kein Aufschlag, den wir oben draufrechnen, sondern eine Eigenschaft der Produktion.
Preisunterschiede entstehen dort, wo eine Anforderung eine bestimmte Materialwahl vorgibt. Zertifizierte Recyclingpapiere liegen je nach Sorte und Verfügbarkeit teils über, teils unter vergleichbaren Frischfaserpapieren. Aufwendige Veredelungen, die die Recyclingfähigkeit gefährden, entfallen, was den Preis in der Regel senkt statt erhöht. Und im Digitaldruck spart die Produktion auf Abruf Lagerkosten und Makulatur.
Wir legen die Kalkulation offen und zeigen Dir, welche Position durch welche Entscheidung entsteht. Eine transparente Aufstellung ist uns lieber als ein Pauschalpreis, bei dem niemand weiß, was er enthält. Häufig ergibt sich im Gespräch eine Variante, die günstiger ist als das ursprünglich Gedachte, etwa durch ein anderes Format mit besserer Bogenausnutzung. Und ein Gedanke zur Gesamtrechnung: Eine Auflage, die wegen einer unzulässigen Formulierung neu gedruckt werden muss, kostet deutlich mehr als jede Papierentscheidung.
Wie läuft die Zusammenarbeit konkret ab?
Wir bieten Dir mehr als die reine Produktion. Gemeinsam betrachten wir Druckprodukt, Auflage, Format, Material, Druckverfahren und die gewünschte Umweltkommunikation. Ziel ist eine Lösung, bei der Produktgestaltung, zertifizierte Herstellung und Aussage zusammenpassen. Das gilt vom Flyer und Katalog über Broschüren, Magazine und Geschäftsberichte bis zu weiteren Unternehmenspublikationen.
Im ersten Gespräch erzählst Du uns, welche Druckprodukte anstehen und welche Nachhaltigkeitsaussagen Du transportieren möchtest. Wir sagen Dir, was davon eine zertifizierte Produktion abdeckt und wo Klärungsbedarf besteht. Anschließend sehen wir uns Deine vorhandenen Drucksachen, Umweltbotschaften und eingesetzten Siegel an. Ergebnis ist eine überschaubare Liste: Was bleibt, was wird angepasst, was wird neu aufgelegt.
Danach legen wir die Produktion fest, prüfen die Konfiguration gegen die Kriterien der DE-UZ 195 und schlagen Alternativen vor, wo eine Anforderung im Weg steht. Zum Schluss drucken wir, und Du bekommst die Nachweise zu Deinem Auftrag. Glaubwürdigkeit entsteht dann, wenn Gestaltung, Material, Produktion und Aussage konsequent zusammengehören. Du musst dafür kein Experte für Umweltzeichen werden. Ruf uns an oder schreib uns, für ein erstes Gespräch reicht ein Muster Deiner aktuellen Broschüre.

Wir sind mehr als eine Druckerei – wir sind Partner auf Augenhöhe. Lerne unser Team, unsere Standorte und unsere Philosophie kennen.

Als zertifizierte Umwelt-Druckerei übernehmen wir Verantwortung. Entdecke, wie wir ökologisch und klimabewusst produzieren.

Werde Teil unseres Teams! Wir bieten sichere Jobs, moderne Technik und ein wertschätzendes Miteinander.